Zwei Alien-Quickies

Extant (TV-Serie, 1. Staffel)
extant serie posterEs geht um eine Mutter, Molly Woods, die mit einem Alien-Embryo schwanger geht (ohne zu wissen, wie sie schwanger wurde), und um einen Vater, ihrem Mann John Woods, der ein Androiden-Kind großzieht, um die Fähigkeit seiner lernfähigen Hirn-Software auszutesten. Familie – Android – Aliens … War da nicht mal was? Genau: A.I. von Steven Spielberg aus dem Jahr 2001. Die Serie (2014) erzählt imgrunde die Geschichte des Films mit leichten Variationen (und anderem Ausgang) noch einmal: Was ist stärker, Alien- oder Maschinenliebe? Gemeint ist die Liebe zur Mutter, denn das Alien ist ja zur Hälfte von Mollys Fleisch und das Androidenbaby wurde von ihr vollständig an Kindes statt angenommen und großgezogen. Darin besteht dann auch der Showdown: Der Kampf um die Mutter zwischen dem Alienkind – seine Spezies ist den Menschen nicht freundlich gesonnen – und dem Maschinenkind.
Die Serie zieht Einiges unnötig in die Länge. Die Serie nervt sogar, vor allem, wenn gegen Ende die Hauptdarstellerin (Hale Berry) sich das Muttertier einen Tick zu penetrant raushängen lässt. Dennoch musste sich der Alienator nicht allzu sehr überwinden, sich alle 13 Episoden reinzuziehen. Lag vielleicht auch an Spielberg, er produzierte die Serie, der im Allgemeinen Garant ist für ein gewisses (sprich: hohes) ästhetisches Niveau.

 

Pixels (Film, USA 2015)
Rückblende: Im Jahr 1982 startet die NASA im Rahmen ihres SETI-Programms eine Zeitkapsel in den Weltraum. Gegenwart: Die Kapsel wird tatsächlich von Aliens aufgefischt, doch die Folge ist kein gemütlicher Plausch zwischen zwei intelligenten Spezies, sondern … nun ja: das Unvermeidliche: Die Aliens missverstehen den Inhalt der Zeitkapsel (speziell die zeitgenössischen Arcade-Videospiele) und interpretieren sie als Kriegserklärung.
Die Aliens geben der Menschheit drei Runden (quasi Levels), um den Konflikt auszufechten. Jede Runde steht im Zeichen eines Arcade-Spielhelden, der als verpixelte Nachbildung gegen die Menschen antritt. Wepixels posternn die Menschheit drei Kämpfe verliert, heißt das: Game Over.
Der Film ist in den Tricksequenzen durchaus schön anzuschauen und sogar witzig, wenn Alien- oder andere SciFi-Filme zitiert werden. Aber leider kann das ganze Drumherum – Story, Dramaturgie, Dialoge – da überhaupt nicht mithalten. Nie kommt der Film wirklich in Gang, schleppt sich nur müde, zäh und schwerfällig durch den Plot.
Fazit: Nette Idee, in der Umsetzung leider vergeigt.

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